Da wir nicht damit gerechnet hatten, dass wir Wanda so schnell verkaufen würden, hatten wir nun jede Menge Zeit in Auckland. Besonders viele spannende Dinge haben wir aber nicht erlebt. Wir haben es einfach mal genoßen an einem Platz zu bleiben und haben eine Menge gelesen und ein paar Filme gesehen. Ab und zu sind wir zur Queenstreet gelaufen um uns ein bisschen in den Läden umzusehen. Niklas hat sich nach 6 Monaten auch mal neue Schuhe zugelegt, da die alten, nach 6 Monaten sehr abgetragen waren. Auch der Kunstgallerie haben wir einen kleinen Besuch abgestattet. Einen Abend haben wir auch an einem Pub Crawl teilgenommen. Für 10$ waren wir in 4 verschiedenen Pubs und 4 Getränke waren auch inklusive. Bei einem Gewinnspiel habe ich lustigerweise einen Bungee jump gewonnen. Allerdings hätten wir einen zweiten zahlen müssen und das war uns dann immernoch zu teuer. Gestern waren wir auf dem Mount Eden, welcher auch ein Vulkan war und eine tolle Sicht auf Auckland bietet. Sonst haben wir diese Woche auch viel gekocht und uns andere Leckerein gegönnt. Morgen geht es dann für 2 Wochen auf die Fidschi Inseln. Südsee wir kommen!
Montag, 23. März 2015
Good bye Wanda!
Früh ging es los zum Automarkt. Um 8 Uhr durften wir unser Auto parken und um 9 Uhr kamen dann die Kunden, wobei die abgezockten Händler schon vorer ein Auge auf die Ware geworfen haben. Es gab ein paar Magneten, die die Kunden angezogen haben. Unsere alte Dame gehörte leider nicht dazu. Dafür hatten wir ein jungen Flitzer neben uns, der den gleichen Preis für sein Auto wollte wie wir für Wanda. Doch unser Preis mit 1800 NZD hat irgendwie alle abgeschreckt. Irgendwann haben wir dann die Taktik geändert und die Rückbank so umgebaut, dass man darauf sitzen kann. Das war ein Glücksgriff, denn wir hatten an dem ganzen Tag genau einen Interessenten. Besser gesagt eine Gruppe aus 3 Engländern, denen unser ganzes Camping equipment sehr gut gefallen hat. Nach der Testfahrt stand es dann fest, Wanda hat neue Besitzer. Dann ging es ans Verhandeln und wir hatten uns vorher gesagt, dass wir mindestens 1000 NZD für das Auto haben wollten. Als sie dann angefangen haben, sie seien knapp bei Kasse, hatten wir schon bammel. Dann haben sie ihr Angebot von 1600 NZD vorschlagen und wir mussten uns zusammenreißen um nicht laut zu jubeln. Wir nahmen das Angebot an und alle waren glücklich. Nach dem Markt fuhren wir mit Bus und Bahn (haben wir Wanda vermisst!) zurück und sind zur Feier des Tages zum Mexikaner gegangen.
Samstag, 14. März 2015
Hostel wechsel
Da leider kein Platz mehr im Freemans Backpacker waren, wechselten wir das Hostel. Hier hatten wir für die erste Nacht sogar ein zweier Zimmer, bevor es zurück in ein Dorm ging. An diesem Tag haben wir eigentlich nur entspannt. Bisher hat sich leider niemand mehr wegen Wanda gemeldet. Zum Abendessen hat Niki sich ein großes Steak gebraten und für mich gab es Gemüse mit Soße. Im Bett haben wir dann noch den sehr zu empfehlenden Disney Film 'Big hero 6' gesehen. Am nächsten Tag nahmen wir dann Auckland genauer unter die Lupe. Wir bemerkten, dass unser Hostel in einer hippen Gegend mit netten Boutiquen liegt. Zu Fuß dauerte es etwa 30 Minuten zur Queenstreet. Hier kauften wir uns das beste Eis, was ich je hatte. Allerdings mit dem stolzen Preis von 7,50 $. Es handelte sich hierbei mehr um ein Kunstwerk, als um eine Leckerei. Die Sorte nannte sich Hokey Pokey und ist typisch für Neuseeland. Es war hübsch faziert mit einer Caramel Creme und goldenen Knusperflakes. Zum Abendessen hat Niki und ein leckeres Chicken-Curry gekocht, bevor es zum Filme gucken ins Bett ging. Bis zum 25. März bleiben wir jetzt hier in dem Hostel, mit der Hauptaufgabe Wanda zu verkaufen. Deshalb hatten wir vor, heute den Vorderreifen von Wanda zu wecheln, da dieser kaputt ist. Doch leider bemerkten wir schnell, dass auch der Ersatzreifen, der beim Kauf dabei war, ein Loch hatte. Mit etwas Glück fanden wir eine Werkstatt die an einem Samstag auf hatte und innerhalb von 20 Minuten unseren Reifen reparierte. Morgen geht es nämlich auf einen Automarkt. Deshalb nutzten wir noch einmal das Auto um einkaufen zu fahren und kochten uns dann Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Spinat zum Abendessen.
Freitag, 13. März 2015
Zurück nach Auckland
Eigentlich wollten wir noch ein paar Tage mehr hier im Norden verbringen, doch es hatte sich eine Interessentin für Wanda gemeldet. Deswegen machten wir uns auf den Weg zurück nach Auckland. Unsere Sachen hatten wir bereits am Morgen auf dem Campingplatz zusammen gepackt, nachdem es ein letztes mal Banana Pancakes auf dem Campingkocher gab. Dann schickten wir Wanda noch durch eine Waschstraße bevor wir zurück zum Freemans Backpacker kamen. Da die Interessenten keinen manuellen Wagen fahren konnten wurde die leider nichts. Doch nun haben wir zwei Wochen Zeit, bevor es auf die Fidschi Inseln geht.
Northland
Zum Frühstück gab es heute mal French Toast, eine Sache die wir in Australien kennengelernt haben. Man tunkt dafür Toast in Ei und brät das ganze. Nach dieser Stärkung ging es zu einer Glühwürmchen Höhle. Leider waren unsere Taschenlampen zu schwach um die Höhle zu erkunden und Glühwürmchen haben wir auch keine gesehen. Dann ging es zu der Bay of Islands. Aber ohne eine teure Bootstour zu machen, konnte man davon nicht viel sehen. Dafür nutzten wir das schöne Wetter und den Strand, um uns hinzulegen und zu lesen. Zu dem heutigen Campingplatz sind wir dann dummerweise eine Route gefahren, die 2 Stunden über eine Schotterpiste führte. Doch durch wunderschöne Natur.
Wieder vereint!
Ich habe mir extra früh den Wecker gestellt, da ich dachte Niki kommt zum Frühstück in mein Hostel. Doch er stand im Stau. Das Wiedersehen war sehr schön, zu zweit ist eben doch toller. Wir haben uns dann in die Küche gesetzt und Wanda zum Verkauf bei Facebook reingestellt und dabei mit Philipp und Jule gequatscht. Zu viert sind wir dann auch zum Friseur gelaufen. Niki sah mit Bart und langen Haaren wie ein waschechter Backpacker aus und ein bisschen wie ein Bär. Da kamen also ganz schön viele Haare runter. Anschließend waren wir noch bei Karl Jr. einer Amerikanischen Burger Kette, die uns die zwei empfohlen haben. Dannach mussten wir aber aufbrechen, da wir Wanda für ein paar Tage noch nutzen und uns den Norden der Nordinsel ansehen wollten. Bis wir aus Auckland raus waren, war es schon spät. Deshalb suchten wir uns nur noch einen Campingplatz und gingen dann bald schlafen.
Und was hat die Anni derzeit gemacht?
Nachdem mich Niki in Napier verabschiedet hatte, habe ich in ein sehr nettes kleines Hostel in der Innenstadt eingecheckt. Es war ein komisches Gefühl nach einem halben Jahr, 24 Stunden beisammen, nun mal ganz allein zu sein. Doch eigentlich ist man beim reisen nie allein, Leute kennenzulernen ist so sogar noch einfacher. Ich kam also gleich in ein Gespräch mit einer Berlinerin und einer Amerikanierin. Mit denen hab ich dann auch den Nachmittag verbracht. Wir waren Einkaufen und haben einfach gequatscht. Am nächsten Morgen bin ich früh aufgewacht und habe mir mit der Amerikanerin den Sonnenaufgng über dem Meer angesehen. Leider war es ziemlich bewölkt. Nach einem gesunden Müsli zum Frühstück, war ich fast allein im Hostel, da dort alle tagsüber arbeiten. So nutzte ich die Ruhe um in aller Ruhe mit meinen Eltern, Marc und Lara zu skypen. Sonst habe ich einfach entspannt. Gelesen, geschlafen und mit Tini (der Berlinerin) gequatscht. Nach dem Frühstück am nächsten Tag, bin ich losgezogen und durch Napier gebummelt. Als ich mich von Tini verabschiedet hatte, ging es zum Intercity Bus, der mich innerhalb von drei Stunden nach Taupo fahren sollte. Der Bus war gemütlich, ich konnte lesen und schlafen und es gab sogar Wifi. Ich hatte großes Glück in Taupo noch ein Bett zu bekommen, da an diesem Wochenende der Iron-Man hier statt fand. Auch hier habe ich sofort ein nettes Mädchen kennengelernt, Jannika aus Hamburg. Wir hatten eine Menge gemeinsam und verbrachten so den Tag mit quatschen, da es draußen regnete. Ich konnte mir leider nicht die Huka Falls und die heißen Quellen ansehen, das Wetter wurde nämlich auch am nächsten Tag nicht besser. Deswegen habe ich mit ein paar Mädchen aus dem Hostel einen Schokokuchen gebacken und mir eine Haarsträhne mit Federn machen lassen. Am Tag darauf ging es dann nach Auckland, wieder mit dem Bus. Doch bevor das geschah, bin ich extra früh aufgestanden um mir den Iron-Man anzusehen. Ich finde es echt verrückt, wie man hintereinander 2,8 km schwimmen, 180 km Fahrrad fahren und 42 km rennen kann. Es war sogar ein 85 Jahre alter Mann dabei, echt beeindruckend! Am späten Nachmittag in Auckland, kam ich dann in ein nettes kleines Hostel. Hier kam ich auch sofort ins Gespräch mit ein paar Deutschen (was auch sonst?). Mit denen kochte ich dann Abends und wir liefen zum Hafen, um uns diesen anzusehen. Meinen zweiten Tag in Auckland verbrachte ich mit Jule. Auch sie ist aus Deutschland und reißt mit ihrem Freund. Wir quatschten 3 Stunden, bis ich mich endlich losreißen konnte um mir die Hauptstraße, die Queenstreet anzusehen. Dort gönnte ich mir ein leckeren Oreo Shake und Sushi und bummelte durch die Läden. Zurück im Hostel guckte ich mit Jule und Philipp einen Film und freute mich auf den nächsten Tag, an dem ich Niki wieder sah.
Coromandel
Die Straße zur Halbinsel Coromandel war kurvig und bergig, doch Wanda ließ mich nicht im Stich. Mein erstes Ziel war der Hotwaterbeach, ein Strand in dem man sich einbuddeln konnte und dann seinen eigenen Spa Pool hat. Ich war leider bei Flut da, das ganz große gebuddel beginnt erst bei Ebbe, aber dadurch war es wenigstens etwas ruhiger am Strand. Nach einem kleinen Spaziergang und einer Stunde am Strand lesen, fuhr ich zum Cathedral Cova. Einem Felsentunnel am Strand. Hier musste ich eine kleine Wanderung machen aber es hat sich definitiv gelohnt. Diesmal haben ich sogar einen kostenlosen Schlafplatz mitten in der Stadt gefunden.
Hobbiton
Spät machte ich mich auf den Weg den Gestank zu verlassen. Die Wege der Gemeinschaft trennten sich nun und ich fuhr in Richtung Matamata. Hier liegt das Auenland aus der Hobbit und Herr der Ringe. Die Stadt wusste es auch sehr gut diese Karte des Tourismusmagneten auszuspielen. So war das Tourismus Center beispielsweise auenländisch geschmückt und ein großes Wilkommensschild zu Hobbiton begrüßte einen auf der Hauptstraße. Als ich zu den eigentlichen Drehorten fuhr, wusste ich noch nicht ob ich die 75 Dollar teure Tout mitmachen sollte. Als ich dort angekommen war wusste ich es. Ein riesiger Parkplatz mit massen an Autos, Tourbussen und Touristen wimmelte in der idyllischen Landschaft. Das war mir dann zu viel und ich fuhr weiter in Richtung Campingplatz. Ich fand einen netten für nur 5 Dollar zwischen Matamata und Coromandel.
Rotorua
Als erstes ging es heute zu den Huka Falls, ein Wasserfall, der aus dem Fluss der heißen Quellen entspringt. Das Wasser schießt hier mit solcher Geschwindigkeit durch, dass jegliche Versuche, daraus Strom zu gewinnen aufgegeben wurden. Ein sehr beeindruckender Anblick, anschließend fuhren wir den Thermal Explorer Highway Richtung Rotorua und hielten nochmal bei einer heißen Quelle. So entspannt fuhr ich nach Rotorua rein und konnte meiner Nase kaum trauen. Der Gestank von Schwefel war nochmal stärker als beim Lake Taupo und dem Tongario Crossing. Ich sah mich etwas um und machte mich auf die Suche nach dem Campingplatz. Dieser war etwas abgelegen, aber sehr gemütlich an einem kleinen See und mit überdachtet Kochstation. Die größte Plage hier waren die Enten, die offensichtlich so selten Menschen sahen, dass sie keine Scheu entwickelt haben und mir mehrere Male das Steak streitig machen wollten.
Taupo
Auf dem Weg nach Taupo, habe ich einen netten französischen Tramper aufgesammelt und mich mit dem über Neuseeland unterhalten. Er wandert zu Fuß durch ganz Neuseeland und hat jetzt nur mal ein Auto genommen, weil er in einer Woche den Flug bekommen muss. Als ich mein gesamtes Besteck abgewaschen hatte und eine Pizza verdrückt hatte, ging es zu den heißen Quellen. Mit den zwei deutschen fuhre ich zu dem Fluss. Das war ein heißer Fluss, der in einen kalten mündete und an der Stelle wo die beiden Flüsse zusammentrafen, waren die Temperaturen angenehm warm. Anschließend fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt und stellten uns dann auf den Campingplatz. Einer der besten und größten die ich bis jetzt gesehen habe. Hier trafen wir auch die Schweizer wieder und spielten noch lange Karten.
Der Lake Taupo ist mit Abstand der größte See Neuseelands und ist eigentlich der Krater eines super Vulkans. Deshalb stank es auch hier anfangs nach verfaulten Eiern.
Donnerstag, 5. März 2015
Tongario Crossing
Heute war es so weit, wir sind um halb 7 aufgestanden und haben gefrühstückt, so dass wir um 8 Uhr die Wanderung anfingen. Dieser Walk gehört zu den schönsten One Day Walks der Welt und führt durch eine vulkanische Landschaft, die bei Herr der Ringe als Mordor bekannt ist. In Summe wanderten wir 19 Kilometer, wobei wir nach der Hälfte zurück gelaufen sind, um uns das teure Shuttle für den Weg zum Auto zu sparen. Eine sehr beeindruckende Landschaft, im Schatten des Schicksalberges (Mount Doom). Mit dem Wetter hatten wir Glück, da es erst bewölkt wurde als wir schon auf dem Weg zurück waren und die Aussicht bereits genossen hatten. Anschließend fuhren wir auf einen kostenlosen Campingplatz im Nationalpark und wuschen uns im eisigen Fluss.
Abenteuer allein
Heute haben Anni und ich beschlossen auch mal etwas auf eigene Faust zu erleben und zu erkunden. So trennten wir unsere Wege für ein paar Tage und treffen uns dann in Auckland wieder. Ich habe sie bis Napier gebracht wo wir dann noch einkaufen waren und tanken etc. Der Abschied fiel zwar nach 6 Monaten etwas schwierig, aber es ist ja nur für eine kurze Zeit. Ich machte mich dann auf den Weg nach Taupo, der Stadt am Lake Taupo (der größte See Neuseelands). Von da aus fuhr ich bis zum Tongario Nationalpark bei dem ich auf dem Campingplatz Leute fand mit denen ich das Tongario Crossing am nächsten Tag machen wollte. Abends kochten wir noch und quatschen bis spät in die Nacht.
Wellington
Zum Beginn des Tages gab es leckere Bananapancakes. Anschließend fuhren wir zum nächsten K-Mart um neue Batterien, Schüsseln und ein neues Tagebuch für Anni zu kaufen. Dann parkten wir in der Innenstadt von Wellington und mussten 12 Dollar zahlen, dabei wollten wir da nur einen Tag parken und nicht den Platz kaufen. Als erstes gingen wir in das berühmte Te Papa Museum, dieses thematesiert Neuseelands Tierwelt und Geschichte. Das Museum war nicht nur kostenlos, sondern war auch noch sehr unterhaltsam eingerichtet, so dass man sich spielend das Wissen aneignen konnte. Beispielsweise gab es zum Thema Erdbeben ein Haus, dass man betreten konnte und dann wurde ein Erdbeben simuliert. Besonders gut hat uns neben dem Riesen Kraken bei der Tierwelt auch noch die Maori Ausstellung und die von Air New Zealand gefallen.
Nach dem Museum spazierten wir an der Waterfront und gingen die Hauptstraße auf und ab.
Picton
Durch das schlechte Wetter von Kaikoura, flohen wir schon einen Tag früher nach Picton. Eine kleine nette Stadt, die vorallem durch den Tourismus, der durch die Fähre entsteht, floriert. Picton grenzt an die Malborough Sounds, einer schönen Insel und Buchten Landschaft. Hier besuchten wir mal wieder die örtliche Bibliothek und fuhren ein wenig in die Sounds rein um die Lookouts zu bewundern. Da uns die Stadt aber zu klein vorkam, um dort noch 3 Tage bis zu unserem Fährentermin zu warten, buchten wir diesen kurzerhand noch auf den 28.2. Wir schliefen auf einem kostenlosen Campingplatz direkt im Herzen der Stadt, wo wir noch ein nettes Mädchen kennen lernten.
Am nächsten Tag fuhren wir die Sounds noch einmal von der anderen Seite an und fuhren dann auf die Fähre. Gut organisiert, dauerte das beladen der Fähre nur gut 2 Stunden. Auch hier trafen wir wieder ein deutsches Paar mit denen wir uns eine Weile unterhielten und dann kam zu unserer Überraschung noch "Frozen" (der Film den Mareile, Anni, Lotta, Lukas und ich bereits in Berlin und Anni und ich in Südafrika nochmal mit der kleinen Anja geguckt haben), mittlerweile einer unserer lieblings Filme. Um halb 6 kamen wir dann in Wellington (der Hauptstadt von Neuseeland) an. Diese ist im Verhältnis zu den Städten der Südinsel riesen groß und es gibt sogar Hochhäuser. Trotzdem ist die Einwohnerzahl nur etwas höher als die Spandaus. Dann fuhren wir direkt auf den kostenlosen Campingplatz nahe Wellington und kochten uns noch etwas feines.
Wellington und der Herr der Ringe
Das Highlight des heutigen Tages war gleich der erste Halt bei den "Weta Caves". Das sind die Studios in denen Herr der Ringe, der Hobbit, Kingkong und Avatar teilweise produziert wurden. Zum Beispiel die vielen Schwerter und Rüstungen bei Herr der Ringe wurden hier erstellt. Neben einer umfangreichen Ausstellung gab es noch einen sehr interessanten Film zu der Geschichte der Weta Caves. Ganz witzig, wenn man bedenkt, dass bei Peter Jacksons (Regisseur von Herr der Ringe und der Hobbit) erstem Film 8 Leute für die Spezialeffekte zuständig waren und bei der Hobbit über 2500. Nach den Weta Caves fuhren wir zu einem Hostel um unsere Sachen etwas aufzuladen und anschließend liefen wir zum Parlamentsgebäude von Wellington. Nach dem wir in einem Park noch eine Frozen Coke geschlürft haben fuhren wir zum Mount Victoria. Von hieraus hatten wir einen super Ausblick über die Stadt und dazu wurde hier noch eine Szene von Herr der Ringe Teil 1 gedreht. Am Campingplatz angekommen ging ich etwas spazieren, während Anni ein wenig gelesen hatte. Auch dieser Spaziergang führte mich zu einem Drehort. Nämlich wo Frodo und Sam beim Schwarzen Tor von Mordor ankamen und Sam abstürzt. Daraufhin rutscht Frodo einem Steinhang zu ihm hinunter und diesen Hang bin auch ich runter gerutscht.
Anni hatte 2 nette Freiburgerinnen kennen gelernt, mit denen wir uns noch bis Mitternacht unterhielten.
Kaikoura
Wir sind bei wunderschönem, blauem Himmel, direkt am Meer aufgewacht. Nach einem guten Frühstück fuhren wir auf die Halbinsel Kaikoura. Hier bummelten wir als erstes durch die hübsche Hauptstraße mit vielen netten Läden. Besonders fasziniert haben uns die Schmuckläden, in denen die gestern gefundenen Muscheln poliert verkauft wurden. Außerdem die für Neuseeland bekannten Schmuckstücke aus Greenstone. Das ist ein besonders hartes Jade. Gegenseitig schenkten wir uns einen Ring aus diesem Gestein. Dann aß Niki den für Kaikoura bekannten Fisch und Anni ein Eis aus frischen Früchten. Dann entschied sich Niki einen kleinen Spaziergang an der Küste, zu den Robben zu machen. Währenddessen hat Anni sich am Strand ausgeruht und gelesen. Als wir dann wieder vereint waren braute sich am Himmel ein Sturm zusammen. Auf dem Weg zu unserem Campingplatz hielten wir noch an einem Baummarkt um Schleifpapier zu kaufen. Unser Plan war es, die Muscheln per Hand zu schleifen, was sich allerdings als ziemlich schwierig erwies.
Fotos folgen
Dienstag, 24. Februar 2015
Auf nach Kaikoura
Nach einer letzten Dusche, Frühstück in einer Küche und dem Abschied unserer Nelsoner Freunde, ging es wieder zurück auf die Road. Als erstes fuhren wir zu dem Schmied, der die Ringe von Herr der Ringe geschmiedet hat. Für einen Fan wie mich ein ganz besonders aufregendes Erlebnis, da man den Ring sogar aufsetzten durfte. Unsichtbar wurde ich zwar nicht, aber es war trotzdem sehr cool. Anschließend fuhren wir bis nach Blenheim, zu "Pack'n Safe" einkaufen und dann bis an die Ostküste. Bis Kaikoura waren es 250 Kilometer. An der Küste haben wir dann noch eine Art Robbenkindergarten entdeckt. Ungefähr 20 Babyrobben, die von Felsen ins Wasser geplumst sind und 2 große Robben, die aufgepasst haben. Jetzt sind wir auf einem kostenlosen Campingplatz direkt am Meer und haben hier wunderschöne Muscheln gefunden.
Montag, 23. Februar 2015
Nelson
Von Motueka aus fuhren wir 40 km nach Nelson. Nelson war die erste Stadt auf der Südinsel Neuseelands, sagt zumindest der lokale Radiosender. Hier haben wir uns für ein Hostel entschieden, was uns Lisa (Annis Nachbarin) empfohlen hat. Im Hostel Paradios buchten wir für drei Nächte ein Tipi, inklusive Pool, Whirlpool und Sauna. Hier nutzten wir auch das freie Wlan, Frühstück, eine abendliche Suppe und natürlich die Duschen. Nach unserer Abgeschiedenheit in der Wildnis, tat uns der soziale Kontakt zu anderen Reisenden mal wieder ganz gut. Wir haben zwei nette Mädchen kennen gelernt, mit denen vorallem Anni die meiste Zeit verbracht hatte. Während Niki erfolgreich shoppen war, war Anni mit der einen Eis essen, Nelson erkunden und haben gemeinsam Bananabread gebacken. Außerdem haben wir uns den Computer vom Hostel geschnappt und die ersten Busfahrten für unsere USA Reise gebucht, so lange ist das nämlich auch nicht mehr hin. An einem Abend waren wir bei Shades of Grey im Kino und gestern auch mit den Mädels und Freunde von denen in einer Pizzeria. Zusammengefasst haben wir das Hostelleben also voll ausgenutzt und uns drei nette Tage gemacht.